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Stätte der Erinnerung und Verheißung
Grußworte beim Besuch in Al-Maghtas in Jericho im Jordantal am 22. März
Exzellenz,
liebe Freunde!
Die Gelegenheit, eine so geschichtsträchtige Stätte zu besuchen, erfüllt mich mit Dank. Dieses Gebiet rund um Jericho war über Tausende von Jahren von
Menschen bewohnt. Hier in der Nähe befinden sich die Reste der ältesten Stadt der Welt. Ihr Gedenken wird jedoch noch reicher, wenn wir uns auf die Heilige
Schrift beziehen, die Jericho als einen Ort beschreibt, der nicht nur vom Menschen, sondern von Gott selbst geprägt ist.
Vor meinem geistigen Auge sehe ich Jesus, der sich den Wassern des nicht weit von hier entfernten Flusses Jordan nähert, um sich von Johannes, dem Täufer, taufen zu lassen (vgl. Mt 3,13); ich sehe Jesus zur Heiligen Stadt gehen, wo er
sterben und auferstehen wird; ich sehe ihn, als er die Augen des Blinden am Straßenrand öffnet (vgl. Lk 18,35-43).
Heute ist Jericho zu einer blühenden Oase inmitten der Wüste geworden. Möge diese Stadt, die so reich an Erinnerungen ist, ebenso reich an Verheißungen sein.
Möge ihre Entwicklung die Hoffnung auf jene friedlichere Zukunft ankündigen, nach der sich die Bewohner dieses Ortes und alle Völker dieser Erde seit so langer Zeit sehnen!
Gott segne euch alle!
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