Höflichkeitsbesuch beim Großmufti von Jerusalem

Gemeinsames Besinnen auf Abraham

Grußwort von Johannes Paul II. am 26. März

Eminenz,
Exzellenz,
geehrte muslimische Autoritäten!

In Ihrer Funktion als Vorsitzender des obersten islamischen Komitees möchte ich Ihnen meinen Dank dafür aussprechen, daß Sie mich in der Moschee »Haram esch-Scherif« empfangen haben. Sie steht  in enger Verbindung zur Erinnerung an Abraham, der für alle Gläubigen ein Vorbild des Glaubens und der Unterwerfung unter den allmächtigen Gott darstellt.

 Wie Sie wissen, ist mein Besuch in erster Linie eine religiöse und geistliche Pilgerreise.

Viele religiöse Traditionen, vor allem die drei auf Abraham zurückgehenden Religionen, kennen Wallfahrten an Heilige Stätten. Ich danke Gott, der von Juden, Christen und Muslimen geehrt wird. Jerusalem ist die »Heilige Stadt« schlechthin.

 Möge Gott, der Allmächtige, dieser geliebten Region den Frieden schenken, damit alle dort lebenden Völker in den Genuß ihrer Rechte kommen können. Sie mögen in Harmonie und  gegenseitigem Zusammenwirken leben und dem einen Gott durch Taten der Güte und der menschlichen Solidarität Zeugnis geben. Mein Dank geht an alle!